Karl-Heinz Stöhr beendet sein langjähriges Engagement für die Evangelischen Bildungszentren im ländlichen Raum
Hesselberg/Pappenheim Am Samstag, den 8. November 2025, wurde im Andachtsraum Hesselberg ein besonderer Abschied gefeiert: Nach mehr als 50 Jahren Vereinsmitgliedschaft und 23 Jahren als Vorsitzender des Verwaltungsrats des Rechtsträgervereins „Evangelische Bildungszentren im Ländlichen Raum in Bayern e. V.“ (VdEBZ) wurde Karl-Heinz Stöhr von seiner leitenden Funktion verabschiedet.
Mit einem festlichen Gottesdienst und anschließendem Beisammensein würdigten Weggefährten, Vorstände, Vertreter der Landeskirche und politische Gäste sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement.

Landrat Manuel Westphal würdigte in seinem Grußwort die Verdienste von Karl-Heinz Stöhr: „Er ist ein Mensch mit großem Verantwortungsgefühl und Herzblut für unsere Bildungszentren. Über Jahrzehnte hat er Werte bewahrt und weitergegeben: Bildung, Begegnung und Dialog. Besonders in den letzten Jahren hat er Verantwortung übernommen bei der Umstrukturierung der Bildungszentren und damit deren Zukunftsfähigkeit gesichert.“
Auch Pfr. Christoph Seyler, Vorstand und Sprecher des Vereins sowie Leiter des EBZ Hesselberg, betonte, wie über die Jahre vor allem die Genauigkeit und Verlässlichkeit von Karl-Heinz Stöhr den Verein auch in herausfordernden Zeiten weitergebracht haben. „Man hat gewusst, da schaut einer genau hin – ist vorbereitet und spricht Dinge auch klar an. Dieser Verlässlichkeit konnte man sich anvertrauen und darauf bauen.“ Gemeinsam mit Christian Söllner, Vorstand des Vereins und Leiter des EBZ Pappenheim überreichte er ein Präsent an den scheidenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats.




In seiner Rede blickte Karl-Heinz Stöhr mit Dankbarkeit und Wehmut auf die vergangenen Jahrzehnte zurück. „Heute ist für mich ein Tag des Abschiednehmens, aber auch der großen Entlastung“, betonte er. Seit Mitte der 1980er Jahre war er aktiv in der Evangelischen Landjugend (ELJ) auf Landesebene und im Kuratorium Pappenheim. Seine intensivste Zeit begann im Oktober 2002, als er den Vorsitz des Verwaltungsrats übernahm.
Stationen seines Engagements
- Seit 1984 Mitglied im erweiterten Vorstand des damaligen Vereins „Evangelisch-Lutherische Heimvolkshochschulen in Bayern“, heute „Evangelische Bildungszentren im Ländlichen Raum in Bayern e. V.“
- 1999 Wahl zum stellvertretenden Vereinsvorsitzenden
- 2002–2014 ehrenamtlicher Verwaltungsratsvorsitzender
- 2015, 2019 und 2023 Wiederwahl als Vorsitzender des Verwaltungsrats
- 2023–2025 Begleitung der grundlegenden Umstrukturierung des Vereins zur Sicherung seiner Zukunftsfähigkeit
Unter seiner Leitung wurden entscheidende Weichen für die Zukunft des Vereins gestellt: Die Eigenständigkeit des EBZ Alexandersbad und der ELJ wurde geregelt, und das engere Zusammenwachsen der Bildungshäuser Pappenheim und Hesselberg ist auf einem guten Weg. „Ich habe diese Aufgabe immer mit Herzblut und ehrenamtlich übernommen“, sagte er und hob die Bedeutung des Teamgeists hervor: „Ich bin ein Teamplayer – ohne die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen im Verwaltungsrat wäre vieles nicht möglich gewesen.“

Dank und Wertschätzung
Besonderen Dank richtete er an die aktuellen und ehemaligen Vorstände, die Mitarbeitenden in den Einrichtungen sowie die treuen Vereinsmitglieder. Auch die Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern würdigte er, insbesondere die konstruktive Begleitung durch Kirchenrätin Bettina Naumann: „Sie ist ein Glücksfall für unseren Verein.“
Zum Abschluss dankte Stöhr seiner Familie für die jahrelange Unterstützung und lud alle Anwesenden zu einem gemeinsamen Abendessen ein. „Ich werde dem Verein weiterhin verbunden bleiben – Gott befohlen und auf Wiedersehen!“
Presseinformation: Verein der Evangelischen Bildungszentren im ländlichen Raum in Bayern e.V.
Der Verein „Evangelische Bildungszentren im Ländlichen Raum in Bayern e. V.“ ist Träger der Evangelischen Bildungszentren Hesselberg und Pappenheim, auf den ländlichen Raum bezogenener Diakonischer Dienste sowie weiterer Einrichtungen. Er leistet Bildungsarbeit im kirchlichen Sinn und erreicht auch Menschen, die der Kirche nicht mehr nahestehen. Die Arbeit wird neben Eigenmitteln aus dem Zweckbetrieb ideell und finanziell von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern unterstützt.