Rund 200 Fachkräfte der Evangelischen Jugend in Bayern haben in unserem Haus über den verantwortungsvollen Umgang mit künstlicher Intelligenz in der Jugendarbeit beraten. Unter dem Titel #BlessedByAI? standen Chancen, Risiken und ethische Fragen im Mittelpunkt.
Zum Auftakt ordnete Prof. Dr. Ilona Nord (Universität Würzburg) die gesellschaftlichen und religiösen Dimensionen von KI ein und warnte vor Plattformlogiken, die demokratische Debatten beeinflussen. Deutlich wurde: KI ist längst Teil der Lebenswelt Jugendlicher – und verlangt nach fundierter Medienbildung.
Einen praktischen Schwerpunkt setzte Daniel Seiler (Jugendleiter-Blog), der zu echter KI-Kompetenz aufrief. Viele Teilnehmende nutzen KI bereits für Organisation und Medienarbeit, sehen aber Grenzen bei theologischen und seelsorgerlichen Aufgaben.
Zum Abschluss sprach sich die Versammlung klar gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für unter 14‑Jährige aus. Stattdessen fordert sie verbindliche Medienbildung, bessere Qualifizierung für Fachkräfte sowie stärkere politische Vorgaben für Digitalkonzerne.
Wir freuen uns, Gastgeber dieses intensiven und zukunftsweisenden Austauschs gewesen zu sein.
Presseinformation: Patrick Wolf, Evangelische Jugend in Bayern
Bild: © Max Wagner
zur Pressemeldung:
Künstliche Intelligenz fordert Jugendarbeit und Kirche heraus – Evangelische Jugend in Bayern